Hamburgs Reeperbahn

Hamburger Dom: 3x jährlich auf dem Heiligengeistfeld, St. Pauli

St. Pauli ist weit über die Grenzen von Hamburg bekannt. Zu verdanken hat dies der Stadtteil im Herzen der Hansestadt vor allem der Reeperbahn. Das Vergnügungsviertel rund um die berüchtigte Straße ist weltberühmt und ein Spektakel, das sich kein Besucher Hamburgs entgehen lassen sollte.

Der knapp 1 km lange Straßenzug verdankt seinen Namen den Seil- und Taumachern, den sogenannten Reepschlägern. Heute haben sich hier zahlreiche Kneipen, Pups, Diskotheken, Bars, Cafés und diverse Geschäfte angesiedelt. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Insbesondere die Live-Clubs, in denen seinerzeit bereits die Beatles den Grundstein für ihren Welterfolg legten, sind legendär. Nicht ganz so wilde Abendunterhaltungfindet man im Operettenhaus, im Schmidt Theater & Schmidts Tivoli, im St. Pauli Theater, im Café Keese oder im Quatsch Comedy Club.

Direkt neben dem St. Pauli Theater befindet sich die Davidwache, Deutschlands wohl berühmtestes Polizeikommissariat. Mit nur einem Quadratkilometer und knapp 14.000 Einwohner sind die Beamten dort zwar für Europas kleinstes Revier zuständig, langweilig wird es für sie hier aber sicher nie.

St. Pauli sollte man aber nicht nur in den Abendstunden besuchen. Auch am Tag können Besucher hier viel sehen und unternehmen. Das Panoptikum Wachsfigurenkabinett am Spielbudenplatz, unweit der Davidwache, lässt seine Gäste große Persönlichkeiten und Hamburger Originale seit über 130 Jahren aus nächster Näher erleben.
Die wohl größte begehbare Vinylscheibe der Welt befindet sich am anderen Ende der Reeperbahn: der Beatles-Platz. Die knapp 30 Meter im Durchmesser große Fläche ausgangs der Großen Freiheit wurde 2008 eingeweiht und soll an die Anfänge der Beatles in Hamburg erinnern. Unweit davon entfernt kann man in die Geschichte der Fab Four und Beat-Musik eintauchen und im Museum Beatlemania durch die 60er Jahre und das fiktive „Yellow Submarine“ wandern.

Einem anderen ‚Hamburger Jung‘ ist unweit davon ebenfalls ein Platz gewidmet: Hans Albers, dem Sänger der inoffiziellen Kiez-Hymne „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins…“. Die fast drei Meter große bronzene Statue in der Mitte des Platzes wurde von Jörg Immendorff geschaffen und schaut auf den Kern des alten St. Pauli, den „Kleinen Kiez“.